Seelenhaus

So fühlt sich Trauma an

Trauma. Mein ständiger Begleiter. Neben meinem Schatten ist es da, wie ein kleines unsichtbares Fledermäuschen was sich in schwarzen Stunden zu Batman aufschwingt. Für jemanden der solche prägenden, tiefsitzenden Erlebnisse nicht hatte ist es schwer (und manchmal auch nicht) verständlich wie sich das anfühlt.

Trauma, klingt wie Traum

Was ist ein Trauma?

Nun muss ein Trauma nicht unbedingt durch eine bestimmte Sache, ein Erlebnis oder einen Moment entstehen. Trauma kann auch entstehen durch eine Kette seelischer Verletzungen. Bodyshaming, Diskriminierung, Anfeindungen, Beleidigungen und und und. Die Liste ist lang und jeder einzelne Punkt verbirgt eine Verletzung. Das tut weh, da wo es niemand sieht. In der Seele sind Narben nicht sichtbar, aber spürbar. Die Folgen solcher Narben: Mangelnder Selbstwert, Emotionslosigkeit, Gestörte Selbstwahrnehmung, Selbstverletzendes Verhalten und so viel mehr.

Wie fühlt sich Trauma an?

 

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Ein Beitrag geteilt von Jessica // Stehauffrau (@stehauffraublog)

So in etwa. Erst sind es nur kleine Risse. Manchmal ist es auch ein etwas größerer Riss. Und dann irgendwann ……. zerspringt deine Seele. Ohne Knall, ohne Rauch und Feuer. Einfach so. Puff. Und dann bist du leer. Alles ist leer. So fühlt es sich an wenn das Trauma sich zeigt. Wenn mein Batman sich zeigt dann ist er böse. Dann möchte das Trauma gesehen werden, es will sich zeigen und mir sagen wer der Chef im Ring ist. Heute kann ich damit umgehen. Dann zeige ich dem Batman aka Trauma kurz aber prägnant wer der Chef ist: Ich. Früher ging das nicht.

Früher hat es meine Seele aufgefressen. Langsam und genüsslich. Es hat schäbig gelächelt und mit funkelnden Augen die besten Szenen noch einmal gezeigt. Die Worte die mich trafen, die Hand die mich würgte, die schwarzen Augen die mir den Tod wünschten. Wie in einem Kinosaal. Nur ich auf einem hölzernen Stuhl, wie angekettet. Und dann hat das Trauma es genossen. Weil es dann spürte: Ich bin noch da und ich bin stark. Heute ist es umgekehrt.

Dein Schatten hat Geheimnisse

Jeder Mensch der mich neu kennenlernt, der nichts weiss von meiner Seele und meinen Dämonen, sieht nur die Fassade. Ja, ich bin glücklich und ja, ich bin bei mir angekommen. Aber mein Schatten hat Geheimnisse. Dunkle Ecken die immer noch weh tun. Leises Flüstern auf dem Weg zur Freiheit. Manchmal versuche ich Menschen zu erklären warum ich manchmal so anders bin, einerseits so frei und andererseits aber auch so gefangen. In mir selbst und mit mir selbst. Und das wird immer so bleiben. Denn mein Schatten hat Geheimnisse im Gepäck.

 

References

Über die Autorin

Die Stehauffrau bloggt über das Leben nach toxischen Beziehungen, die schönen Dinge des Lebens und den Weg dorthin. Stehauffrau steht für eine Frau die den Weg vom Opfer zur selbstbestimmten Frau gegangen ist.

(1) Kommentar

  1. Sabine sagt:

    Oh ja…. das hast du so gut beschrieben! Liebe!

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