Entertainment

Ein Menü mit Fragen, ein Ort zum verweilen.

Vor Jahren hatte ich diesen Klassiker schon einmal in der Hand: „Das Café am Rande der Welt“ von John Strelecky. Es ist klein, kompakt und gerade mal 128 Seiten „dick“. Etwas zum verweilen während einer Zugfahrt oder zum schmöckern an einem Regentag. Ich hatte eigentlich keine großen Erwartungen an dieses Buch, es war mehr so ein „Must read“ für mich. Aber dann hat es mich gepackt, gelesen ist es schnell, vergessen nicht.

Prototyp: Gestresster Manager, Sinnsuche

Der Inhalt ist ganz einfach: John, Werbemanager mittleren Alters, hat die glorreiche Idee einen Stau zu umfahren und landet in einem Café irgendwo im nirgendwo. Hunger treibt es rein, so heisst es und so hat er den Plan etwas zu essen und landet mitten in einem Gespräch über den Sinn des Lebens. Denn auf der Menükarte stehen neben allerlei leckeren Gerichten eben auch jene Fragen, die den Menschen beschäftigen können:

»Warum bist du hier? Hast du Angst vor dem Tod? Führst du ein erfülltes Leben?«

Wer hier philosophisch tiefgreifende Monologe erwartet muss sich etwas anderes suchen. In einfacher Sprache, auf den Punkt, beschreibt Strelecky dieses Dilemma unserer heutigen Zeit: Mangelende Selbstfürsorge, Karrierestreben und Sinnlosigkeit im Sein. Und mittendrin sitzt der Leser und erkennt sich dann doch wieder, manchmal nur zwischen den Zeilen und vielleicht auch nur einen Hauch, aber jeder von uns muss zwangsläufig über genau diese Dinge nachdenken.

Mehr als nur lesen

Strelecky schafft es ein Buch zu schreiben was mich noch eine Weile beschäftigt hat. Es ist kein Lebensratgeber im klassischen Sinne und natürlich finden sich die typischen Metaphern. Aber grundsätzlich stocke auch ich bei der Beantwortung der Fragen. Im Prinzip führt der Autor den Leser Zeile für Zeile zu einem Gedanken. Fassen muss man diesen selbst, denn egal welcher Ratgeber auch gelesen wird, keiner kann die Fragen beantworten. Ich halte das „Café am Rande der Welt“ für einen guten Einstieg um sich Gedanken zu machen über das eigene Leben. Um auch mal ungefiltert zu hinterfragen was man da eigentlich macht und ob es glücklich macht.

Kurzum: Kurzweilig mit Nachgeschmack, aber lesenswert!

8,95 € als TB und auch für den Kindle erhältlich, z.B. bei Amazon.

Über den Autor

Die Stehauffrau bloggt über das Leben nach toxischen Beziehungen, die schönen Dinge des Lebens und den Weg dorthin. Stehauffrau steht für eine Frau die den Weg vom Opfer zur selbstbestimmten Frau gegangen ist.

(2) Kommentare

  1. […] hast du? Schokolade. Mehr möchte ich dazu nicht sagen. 31. Welches Buch hast du zuletzt gelesen? Das Cafe am Rande der Welt – John Strelecky. 32. Warum hast Du die Frisur, die du jetzt trägst? Weil ich meine Haare dann wenigstens minimal […]

  2. […] John Strelecky – Das Café am Rande der Welt […]

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