Über den Mut

Mut ist die Fähigkeit, in einer gefährlichen, riskanten Situation seine Angst zu überwinden. So steht es im Lexikon. Kürzlich sagte mir jemand ich sei mutig und ich habe darüber nachgedacht. Ist es mutig ins Ungewisse zu fliehen? Ist es mutig sich auf die Suche nach sich selbst zu begeben? Wie fühlt Mut sich an?

Mut bedeutet für mich endlich die Vergangenheit abzustreifen und ins Ungewisse zu laufen. Mit offenen Augen. Nicht zu wissen was passiert und wie es weitergeht, aber trotzdem den ersten Schritt zu wagen, das war mutig. Zu mir zu stehen und mich nicht mehr um jeden Preis anzupassen, ist das mutig? Oder ist das eigentlich normal? Genauso wie meine Meinung zu sagen. Oder jemanden zu bitten leiser zu sein, mit etwas aufzuhören oder oder oder. All diese Dinge im Alltag, die für andere völlig normal sind, sind für mich mit Mut verbunden.

Mut scheint also wandelbar zu sein. Manchmal ist er groß und manchmal klein. Und manchmal sieht ein anderer den Mut und man selbst nicht. Oder umgekehrt. Mut ist aber auch wichtig. Weil er uns Angst überwinden lässt. Mutig ist es in den dunklen Keller zu gehen, obwohl da sonstwas lauern könnte. Und mutig ist es auch ganz alleine einen Gruselfilm zu gucken, etwas unbekanntes zu essen oder vom 10 Meter Turm zu springen. Im Sommer im Bikini an den Strand zu gehen und seine Haare rot zu färben. Es ist auch mutig endlich mal das schöne Kleid anzuziehen oder auf hohen Hacken zu laufen. Mut liegt im Kleinen.

Man kann mutig sein wie ein kleiner Löwe oder mutig wie ein tapferer Kämpfer. Die Hauptsache ist doch, dass man sich manchmal etwas traut.