Die Seele baumeln lassen – Me-Time

Was ist Entspannung für Dich? Wann kannst Du so richtig zur Ruhe kommen und deine Seele einfach mal baumeln lassen? Eigentlich ist es ganz einfach und fällt doch manchmal so schwer. 5 Gründe warum „Me-Time“ gut ist und gut tut. 

1. Kümmer Dich um dich

Für mich der wichtigste Grund. In meiner Traumatherapie habe ich gelernt, mich um mich zu kümmern. Das klingt total einfach, kann aber sehr schwierig sein. Denn, wenn man die meiste Zeit seines Lebens damit verbracht hat für andere alles zu tun, in die Vorgaben eines anderen zu passen und sich ständig an die vorgegebenen Situationen angepasst hat, dann ist dieses „um sich selbst kümmern“ sehr schwer.

 

Aber nur wenn DU weisst was DU brauchst, was DU dir wünscht, dann kannst Du für andere da sein. Ich musste das lernen und jetzt nehme ich mir die Zeit und horche in mich hinein. Dafür nehme ich mir z.B. 20 Minuten Zeit. Nur für mich. Ich gestalte mir einen Ruheraum. Die Klingel abstellen, das Handy auf lautlos und einfach mal auf dem Sofa liegen und bewusst atmen. Dann frage ich mich wie es mir geht. Was ich möchte, welche Wünsche und Träume ich habe. Einfach einen aktuellen Stand meiner selbst. Anfangs habe ich mir alles aufgeschrieben, das mache ich inzwischen nicht mehr. Es ist im Prinzip eine Unterhaltung mit Dir selbst. Probier es mal aus.

2. Erhole Dich um Kraft zu tanken

 

Wenn der Akku voll ist, der Tank gefüllt oder genug Power da ist geht alles wie von selbst. Dazu gehört auch dein „Tank“. Auch das ist eine Erkenntnis, die ich während der Therapie erlangt habe: Ich muss nicht bis zur Erschöpfung „funktionieren“. Ich darf und muss Pausen machen, Kraft tanken und mich erholen. Das ist keine Schwäche, das ist eine Notwendigkeit.

Also habe ich mir Orte und Rituale gesucht, bei denen ich „auftanke“. Ich gehe gerne in den Wald, der Geruch, die Vögel, das Knistern der Äste – das ist schön und bringt mich zur Ruhe. Ein Waldspaziergang kann wahre Wunder wirken, das ist wie meditieren, nur eben unterwegs. Bewusst und tief atmen und einfach mal schlendern, das füllt mein Akku auf.

Was auch sehr schön ist: Am Meer sitzen. Ich habe kürzlich erst gelesen, dass am Meer sitzen und den Wellen lauschen denselben Effekt hat wie eine Meditation. Das kann ich für mich bestätigen. Ich gucke auch gerne Fischen im Aquarium zu. Sind sind so beschäftigt und gleichzeitig so ruhig. Finde etwas wo du auftanken kannst.

3. Gib deinem Geist Nahrung

 

Gib deinem Geist Beschäftigung, lies etwas, schau einen interessanten Film oder oder oder. Es gibt so viele schöne Dinge die unseren Geist anregen, nutze sie. Ich habe wieder angefangen zu lesen. Bücher, natürlich. Aber auch Zeitschriften. Die Zeitschriften die sich um genau die Themen drehen, die ich so lange ignoriert habe: Seelenfrieden, Leben genießen können und der Seele Nahrung geben. Inzwischen habe ich meine Favoriten regelmäßig da: die Ma Vie, Happyness und Harpers Bazar. Letztere um den nächsten Punkt in Angriff zu nehmen.

Manchmal lese ich einen Artikel und denke über ihn nach. Stelle mir Fragen, stelle mir vor die darin beschriebenen Dinge auch zu tun oder hole mir Ideen für neue Projekte. Der Geist ist beschäftigt und das sinnvoll. Außerdem ist eine Tasse Tee oder Kaffee und eine Zeitschrift lesen auch Entspannung.

4. Wellness für den Körper

 

Unser „Haus“ ist unser Körper. Und genauso wie Du die Küche wischt und den Müll raus bringst, solltest Du dich auch um deinen Körper kümmern. Lasse Dir ein schönes Bad ein, creme Dich langsam ein, schmink Dich hübsch und zieh endlich mal dieses tolle Kleid an. Fühl Dich schön und fühl dich wohl. Klingt einfach, ist aber manchmal schwierig.

Ich musste meinen Körper wieder kennen- und akzeptieren lernen. Ich hatte die Verbindung verloren, so als wäre ich fremd in meinem Körper, eine Hülle ohne Bedeutung. Das war das Resultat jahrelanger Entwertung und Demütigung. Heute mag ich mich so wie ich bin. Ich mag die Dellen an meinen Oberschenkeln, den dicken Bauch nach dem Essen und selbst die komischen Füße. Sie gehören zu mir und nur ich entscheide wer sie berühren darf. Eine Erkenntnis, die im Rahmen der Therapie immer mehr gereift ist. Setz Dich auseinander mit deinem „Haus“ und wenn Du Dinge entdeckst die du nicht magst, dann überlege warum Du sie nicht magst und wie Du sie ändern kannst.

5. Karma, Aura – die Ausstrahlung macht es

 

Vielleicht bist Du schon einmal einem Menschen begegnet der eine angenehme Ausstrahlung hatte. Vielleicht hast Du dich gefragt wie das geht. Er ruht in sich selbst. Mehr ist es nicht.

Seitdem ich angefangen habe mir Zeit für mich zu nehmen und mich wirklich um mich zu kümmern, höre ich oft solche Dinge wie „Du hast eine tolle Ausstrahlung“ oder „Du wirkst so fröhlich“. Die Menschen meinen das genau so. Und das ist große Unterscheid zu früher. Früher habe ich ein fröhliches Gesicht aufgesetzt, wie eine Maske. Ich habe funktioniert und innerlich war ich schwarz und tot.

Heute ruhe ich in mir selbst. Ich bin zufrieden mit mir, ich mag mich. Und ich bin wirklich fröhlich wenn ich so aussehe. Ich bin auch wirklich traurig wenn ich so aussehe. Und genau darauf kommt es an. Finde deine Mitte, dafür gibt es keine Anleitung, keinen Routenplaner. Ich habe angefangen mein ganzes Leben aufzuarbeiten, habe Entscheidungen nachvollziehen können und verstanden warum ich so bin, wie ich bin. Und mit dieser Erkenntnis habe ich angefangen der Mensch zu werden der ich sein möchte. Nicht weil jemand anderer es möchte, weil ich es möchte. Für mich.

 

Was machst Du um zu entspannen? Wie tankst du Kraft?